• Marcia Gerwers

Corona sucks – was dennoch Positives bleibt

Die Corona Krise kam für uns alle überraschend. Trotz wochenlanger Berichterstattung aus anderen Ländern, schwappte der Virus dann doch für viele wie aus dem Nichts nach Deutschland. Dennoch lässt sich in dieser Krise auch Positives finden. Es folgt ein etwas anderer Blick auf die aktuelle Zeit.


Anfang März hat sich unsere Welt innerhalb von Tagen verändert –wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen halten bis heute an.


Aber: Ich bin eine Optimistin und möchte das auch bleiben. Und deswegen verlangt schon mein Naturell von mir, nach den Chancen dieser Krise zu suchen. Und: Ich bin fündig geworden!

Los geht’s mit einem positiven Blick in unsere Zukunft.


Digitalisierung der Arbeitswelt


Diese Chance liegt auf der Hand. Notgedrungen wurden Remote Working Lösungen in quasi allen Betrieben geschaffen – und zwar in kürzester Zeit. Not macht erfinderisch: Technische Hürden wurden in Rekordzeit abgebaut, und unternehmenskulturelle Bedenken in den Hintergrund gestellt. So schnell kann es gehen!

Nach diesem Raketenstart in die Remote-Arbeitswelt, nimmt die Reisegeschwindigkeit insgesamt sicherlich wieder ab. Neue, digitale Strukturen und Arbeitsprozesse schaffen und langfristig implementieren – das kostet Zeit. Aber: Dieser Schubs ins kalte Wasser hat uns definitiv die German Angst vor der Digitalisierung der Arbeitswelt genommen und damit einen Weg für Arbeitsmodelle der Zukunft geebnet.



Mehr Miteinander – mehr Liebe


Erste Studien zeigen, dass das Bewusstsein für Gemeinwohl in der Gesellschaft seit Beginn der Corona-Krise deutlich zugenommen hat. Ein Beispiel ist das allabendlichen Klatsch-Ritual, das den Angestellten systemrelevanter Berufe Anerkennung zollen sollte. Ich selbst konnte mehrmals beobachten, wie Menschen dem Bäckerei- oder Supermarkt-Personal dankten. In der Krise dominieren Rücksicht, Anerkennung und Verständnis – so(!) wichtige Eigenschaften für das erfolgreiche Zusammenleben heterogener Gesellschaften.


Und dann wäre da auch noch das Thema Liebe – wobei es hier eher um „Liebe machen“ geht. Viele Experten erwarten einen regelrechten after Corona Babyboom. Die ersten Zahlen aus anderen Ländern und der um 150 Prozent erhöhte Absatz von Schwangerschaftstests seit März konnten diese Annahme bereits bestätigen. Wie die Geburtenraten ab Dezember wohl aussehen werden?


Entschleunigung für den Alltag


Und auf einmal ging nichts mehr… oder sagen wir mal wenig. Kein Shopping, kein Konzert, kein Kinobesuch, kein Dinner mit Freunden – alles für #flattenthecurve. Events waren während des Lockdowns zu Recht gar nicht und bis heute nur in kleinem Rahmen möglich – es sei denn die Veranstalter switchen auf Online um.


Die sonst so allgegenwärtige Angst etwas zu verpassen, die FOMO („fear of missing out“), die laut Experten vor allem die Generationen Y und Z umtreibt, , war plötzlich verschwunden. Denn: Wenn nicht passiert, gibt’s auch nichts zu verpassen.

Das Ergebnis: Die Zwangsstillegung des öffentlichen Lebens zeigt zumindest gesellschaftlich erste positive Effekte. Jüngst hört man den Begriff JOMO („Joy of missing out“). Er beschreibt die bewusste Entscheidung und die Freude daran, etwas nicht zu tun. Das meint, sich einfach mal bewusst gegen den Kinobesuch und für das heimische Sofa zu entscheiden.

Bei JOMO geht es jedoch nicht darum, gar nichts mehr zu tun. Es geht darum, Entscheidungen der Freizeitgestaltungen bewusster und bedürfnisorientierter zu treffen – ganz ohne den sozialen Druck von außen.



Die Umwelt sagt „Danke“


Ja, die Umwelt bedankt sich bei Corona. Abgaswerte waren während des Lockdowns auf dem niedrigsten Level, Umweltbelastung so gering wie noch nie – Detox für die Umwelt. Wenn viele Menschen zu Hause sind und sich nur wenige ins Auto setzen, wenn Flugzeuge nicht fliegen und so manche Produktion heruntergefahren wird, ist das ganz logisch. Ich bin keine Umweltexpertin, aber ich finde es erstaunlich, wie schnell ein wirklich messbarer positiver Effekt auf die Umwelt deutlich wurde und welche Rolle u. a. Remote Working hierbei spielt.

Darüber hinaus fördert Corona umweltverträglicheres Reisen. Statt mit dem Urlaubs-Bomber nach Spanien und Co. oder mit dem Kreuzfahrtschiff durch die Karibik, ging und geht es für die meisten Urlauber dieses Jahr an Ost- und Nordsee, nach Bayern oder ins Siebengebirge.



Ich bin gespannt auf die kommenden Auswertungen zur Auswirkungen der Corona-Krise und freue mich bis dahin auf meinen Urlaub im Schwarzwald.

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