• Marcia Gerwers

Corporate Podcasts zur Mitarbeiterbindung - 4 Tipps für die Erstellung

Aktualisiert: Apr 2

Podcasts als Instrument der Unternehmenskommunikation sind längst kein Geheimtipp mehr. Sie werden oft und gerne eingesetzt, um relevante und interessante Themen für die Zielgruppe zu platzieren. Primär werden Corporate Podcasts hierbei für die externe Kundenkommunikation eingesetzt. Doch dieses Instrument kann mehr!


Auch für die interne Kommunikation kann ein sogenannter Corporate Podcast hilfreich sein. Warum und wie Sie den perfekten Podcast für Ihre Mitarbeiter konzipieren, erklären wir Ihnen mit vier hilfreichen Tipps.

1. Wer hört eigentlich zu?


Obwohl Unternehmen in der Kundenkommunikation meist nach Zielgruppen unterscheiden, wird dies in der internen Kommunikation oft vernachlässigt. Nicht jeder Mitarbeiter freut sich über ein Teamevent, nicht jeder Mitarbeiter schätzt eine kostenlose Fitnessstudio- Mitgliedschaft und auch nicht jeder Mitarbeiter hört gerne Podcasts. Unternehmen sollten daher zunächst überlegen, welche Zielgruppe sie mit dem Podcast ansprechen wollen: Young Professionals? Azubis? Oder doch Führungskräfte? Sollte zum Beispiel letzteres das Ziel sein, handelt es sich in Unternehmen oftmals um Personen, die mindestens vierzig Jahre oder älter sind. Es lässt sich also vermuten, dass sie grundsätzlich weniger Podcast affin sind. Für jüngere Zielgruppen hingegen, kann ein Podcast sehr erfolgsversprechend sein. Insbesondere weil diese Zielgruppe im Schnitt recht Podcast affin ist. Der erste Schritt sollte daher eine klare Zielgruppendefinition sein, nicht zuletzt auch um den Verbreitungskanal auswählen zu können.

2. Content is King

Die größte Herausforderung stellt die Themenauswahl dar. Kein Mitarbeiter wird gezwungen den Podcast zu hören. Ist er langweilig, uninteressant oder sogar schlecht produziert, hören Mitarbeiter einfach nicht mehr hin. Unternehmen sollten bedenken, dass Podcasts in der Regel themenbezogen sind. Es gibt Crime-Podcasts, Comedy-Podcasts, oder eben Corporate Podcasts. Das Genre ist eigentlich klar. Dennoch gibt es Corporate Podcasts für Mitarbeiter, die über „Gott und die Welt“ berichten. Das ist aber nicht der Grund, warum der Mitarbeiter zuhört. Zielführend ist, dem Genre treu zu bleiben. Die Themen sollten Relevanz im Unternehmenskontext haben. Stellen sie beispielsweise neue Mitarbeiter vor oder informieren Sie über betriebliche Zusatzleistungen, wird Ihr Mitarbeiter gerne zuhören. Vermeiden Sie dabei langweilige Inhalte wie z. B. monotone Vorträge. Der Podcast sollte spannend, interessant, informativ und vielleicht auch mal lustig oder ernst sein. Wichtig: Er sollte sich stets auf Ihr Unternehmen beziehen. Ein klassischer Redaktionsplan hilft Unternehmen dabei, die richtigen Themen zur richtigen Zeit zu behandeln. Zusatztipp: Wenn es mal keine Themen gibt, dann lassen Sie den Podcast lieber ausfallen, anstatt einfach irgendetwas zu berichten.

3. Raum für Diskussionen lassen

Viele Mitarbeiter kritisieren die Kommunikationskultur ihres Unternehmens. Sie haben das Gefühl, dass Veränderungen im Unternehmen ihnen als letztes mitgeteilt werden. Gleichzeitig kritisieren viele Mitarbeiter fehlendes Mitspracherecht bei diesen Veränderungen. Verstehen Sie mich nicht falsch, sicherlich sind Unternehmen keine demokratischen Institutionen: Entscheider entscheiden eben – und das ist prinzipiell auch nicht falsch. Aber wie häufig werden Entscheidungen getroffen, die in der Praxis dann nicht umsetzbar sind? Viele dieser Entscheidungen hätten vermutlich besser getroffen werden können, wenn den Ängsten, Argumenten und Sorgen der Mitarbeiter Gehör verschafft worden wäre. Der Mitarbeiter-Corporate-Podcast kann an dieser Stelle ein hilfreiches Instrument sein. Unternehmen können jegliche Art von Veränderungen hier kommunizieren. Am besten im Dialog. Vielleicht ein Interview mit der Geschäftsführung oder der Personalleitung? Dabei sollte beachtet werden, die Entscheidungen nicht weichzuspülen, sondern kritische Fragen des Interviewpartners oder vielleicht sogar eine Diskussionsrunde mit Mitarbeitern zu erlauben. Authentizität und Ehrlichkeit sind hier die Stichwörter.

4. Den Erfolg sichtbar machen

Gerade bei Maßnahmen der internen Kommunikation, wird häufig vernachlässigt, ihre Erfolge zu messen. Oder wissen Sie, ob die letzte Weihnachtsfeier auch Ihren Mitarbeitern der Logistik gefallen hat, oder ob Ihr Imagefilm auch die Kollegen in der Buchhaltung angesprochen hat? Auch der Erfolg des Corporate Podcast für Mitarbeiter sollte geprüft werden – und zwar nicht nur über Reichweitenmessung. Die Reichweite ist natürlich ein wichtiges Indiz. Die Logik „Viele hören zu, also muss der Podcast gut angekommen“ geht aber nicht auf. Vielleicht hören Ihre Mitarbeiter auch zu, um nichts zu verpassen, interessieren sich aber eigentlich nicht für die besprochenen Themen. Glauben Sie mir: Sollte dies der Fall sein, prophezeie ich dem Podcast den Untergang in kürzester Zeit.

Um jedoch mehr darüber zu erfahren, was gefällt – und was eben nicht, und wie sich die Wahrnehmung des Unternehmens in der Belegschaft verändert hat, sollten weitere Instrument ergänzend hinzugenommen werden. Regelmäßige Focus Groups können dabei eine schnelle und kosteneffiziente Maßnahme sein. Sie wollen mehr über das Thema interne Kommunikation und passende Instrumente wissen? Buchen Sie uns für einen Workshop in Ihrem Unternehmen oder Online!

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