• Marcia Gerwers

Emotionen am Arbeitsplatz - ein Plädoyer für mehr Toleranz

Aktualisiert: Apr 27

Fast jeder kennt Situationen, in denen die Kontrolle verloren geht - einem selbst oder dem Gegenüber. Im Kontext Arbeit ist Kontrollverlust jedoch verpönt. Dabei ist die Akzeptanz so wichtig - nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch wirtschaftlich.

Emotionen am Arbeitsplatz sind verpönt.

Deadline ist Freitag, doch bereits am Mittwoch ist Lisa klar: Das ist kaum noch zu schaffen. Der Praktikant: krank; die anderen Kollegen: eingespannt in deren Projekte. Lisa muss das jetzt irgendwie alleine schaffen. Aber eigentlich ist morgen der Geburtstag von Lisas Neffen und heute Abend war Sie mit Ihrem Freund verabredet. Das klappt wohl beides nicht! Aber Lisa hat keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn der nächste Termin mit dem Chef steht an. Doch bevor sie dort überhaupt einen Satz sagen kann, sieht man schon die Tränenbalken in ihren Augen. Und dann geht es richtig los und die Tränen laufen nur so über ihr Gesicht.


Emotionen am Arbeitsplatz - ein Tabuthema

So, oder so ähnlich haben viele von uns auch einmal vor Druck kapituliert.

Wenn einfach alles zu viel war und wir nicht mehr konnten.

Und, obwohl Lisas Erlebnis kein Einzelfall ist, wird selten über Situationen wie diese am Arbeitsplatz geredet.

Wut, Trauer, Angst, Glück – all das gehört zum Alltag und wird doch gerade dort unterdrückt, wo wir die meiste Zeit verbringen: am Arbeitsplatz.

Dabei ist der Mensch unstreitig ein soziales und damit emotionales Wesen. Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil von uns und in uns. Psychologen bestätigen, dass die langfristige Unterdrückung von Emotionen schwerwiegende psychische Folgen (bis hin zum Bourn-Out) haben kann.


Führungskräfte in der emotionalen Pflicht

Doch wie ist der Spagat zwischen Professionalität und emotionalem Verhalten zu schaffen? Die Antwort ist simpel: Gar nicht! Trennen wir unser Arbeits-Ich zu sehr von unserem privaten Ich, dann sprechen manche Experten sogar von einer „kontrollierten Schizophrenie“. Besser ist es, den Emotionen auf den Grund zu gehen. Insbesondere, wenn bei Mitarbeitern negative Emotionen dominieren, wie z. B. Trauer oder Wut.

Führungskräfte haben hier die Aufgabe diese Emotionen frühzeitig zu erkennen. Denn negative Emotionen sind kein Mangel an Professionalität, sondern oft ein Hilfeschrei des Mitarbeiters.

Führungskräfte müssen Emotionen erkennen können.

Für Führungskräfte gilt daher: helfen statt verurteilen. Und das nicht nur aus Nächstenliebe. Emotional aufgewühlte, traurige oder wütende Mitarbeiter sind in der Regel weniger motiviert, weniger konzentriert und leisten schlechtere Arbeit – egal ob der Grund für die negativen Emotionen im Arbeitsplatz oder privat begründet sind. Sie kosten ein Unternehmen Geld!

Emotionen erkennen und in Produktivität umwandeln

Von emotional „gesunden“, ausgeglichenen Mitarbeitern hingegen, profitieren Unternehmen. Sie sind nicht nur motivierter und schneller, sondern bereichern den Arbeitsalltag auch durch mehr Kreativität und natürlich bessere Laune.

Die gute Nachricht: Das Erkennen von Emotionen, bevor diese „explodieren“, kann geschult werden. In Workshops kann durch Rollenspiele leicht vermittelt werden, wie ich als Führungskraft frühzeitig erkenne, wenn es meinen Mitarbeitern nicht gut geht und wie dann gehandelt werden sollte.

Bei Interesse an einem Austausch zum Thema, wenden Sie sich gerne an uns.


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