Gute Führungskräftekommunikation - so geht's

Aktualisiert: Apr 27


Gute Führungskräftekommunikation verbessert die Mitarbeiterbindnung nachhaltig


Die Umsetzung gekonnter Führungskräftekommunikation ist die Königsdisziplin des Führungsmanagements. Für jeden vierten Arbeitnehmer war die Führungskraft schon einmal Grund für eine Kündigung.

Bei vielen sorgt sie zumindest für den Zustand der inneren Kündigung. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Mitarbeiter keine Arbeitsmotivation und keinen Einsatz mehr zeigen.


Sie als Führungskraft beeinflussen also maßgeblich die Zufriedenheit der Mitarbeiter und damit die Mitarbeiterbindung. Gute Führungskräfte spielen demnach für den Unternehmenserfolg eine besonders wichtige Rolle, denn zufriedene Mitarbeiter steigern Studien zufolge die Produktivität und damit die Wirtschaftlichkeit in Unternehmen.

Doch wie lässt sich das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften nachhaltig verbessern und somit die emotionale Bindung (Verbundenheit) des Angestellten an die Firma steigern? Durch Kommunikation!


Kommunikation ist das wichtigste Instrument der Führung

Eine Studie des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter ermittelte die wichtigsten Kompetenzen einer Führungskraft. Die meist genannten Fähigkeiten:

1. Kommunikationsfähigkeit (57 Prozent) 2. Veränderungsfähigkeit (39 Prozent) und 3. Wertschätzung/Mitarbeiterorientierung (33 Prozent). Nicht zu übersehen: Kommunikationsfähigkeit steht mit großem Abstand an erster Stelle der Nennungen und gehört laut der Umfrage zu den essenziellen "analogitalen" Kompetenzen. Analogitale Kompetenzen sind und waren sowohl in der analogen als auch in der digitalisierten Welt von Relevanz. Kommunikationsfähigkeit gilt also unabhängig von Digitalisierung und Co. als unverzichtbar.


Wie geht gute Führungskräftekommunikation?

Inhaltlos, viel oder ziellos - ebenfalls Art und Weisen der Kommunikation. Selbstredend keine guten. Regelmäßiges Feedback, Transparenz und Verständlichkeit bei der Weitergabe von Unternehmens- und Teamzielen sowie -strategien und die klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten hingegen, gehören unweigerlich zu den erwünschten Kompetenzen einer Führungskraft. Das verrät eine Erhebung von StepStone. Und mal ehrlich, diese Anforderungen zu erfüllen, sollte nicht allzu schwer sein! Ich gebe Ihnen sicherheitshalber aber mal ein paar Tipps ;)


Regelmäßiges Feedback


Eine einfache Methode diesem Wunsch nachzukommen, sind regelmäßige Termine im Kalender. Das klingt nun erstmal trivial - aber mal ehrlich: Vergessen Sie Feedback zu geben, weil Sie die Arbeit Ihres Mitarbeiters tatsächlich nicht schätzen oder kennen, oder vielleicht einfach nur, weil das Thema Feedback im Tagesgeschäft oftmals untergeht? Wohl eher letzteres. Und da ist ein einfaches Mittel eine wöchentliche oder besser noch tägliche Memo-Funktion im Kalender zu Ihrer eigenen Erinnerung. Feedback bedeutet nicht jedes Mal einen einstündigen Termin mit dem Mitarbeiter abhalten zu müssen, sondern darf auch gern mal "zwischen Tür und Angel" stattfinden. Verabschieden Sie Ihren Mitarbeiter mit den Worten "Nils, dass du dein Projekt heute schon fertiggestellt hast, finde ich wirklich gut. Ich werde mir die Ergebnisse morgen in Ruhe ansehen".

So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Feedback zur zeitigen Lieferung sowie Wertschätzung der Arbeit. Schließlich kommunizieren Sie, dass Sie sich Zeit nehmen werden, die Ergebnisse anzuschauen. Und - ganz wichtig - haben Sie immer eine Begründung für Ihr Feeback parat. Meint: Egal ob Kritik oder Lob - "das hat mir gut gefallen"/"das hat mir nicht gefallen" sollte immer direkt durch ein ",weil..." ergänzt werden.


Transparenz und Verständlichkeit


Ehrlichkeit und Transparenz gehen miteinander einher. Mitarbeiter wollen am liebsten über alles Bescheid wissen. Natürlich geht das nicht immer - aber auch das kann kommuniziert werden. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter so früh wie möglich. Sagen Sie aber auch, wenn es Themen gibt, die noch nicht final geklärt sind. Schließlich dürfen Unternehmen und Entscheider auch menscheln. Nichts schafft mehr Distanz als Führungsetagen, die "über den Dingen schweben".

Wenn Sie keine Ahnung haben - sagen Sie das ruhig. Sie werden bei Ihren Mitarbeitern auf Verständnis und Geduld stoßen.

Von Transparenz und Verständnis zum Thema Verständlichkeit: Auch die ist enorm wichtig. Informationen müssen auf simple Art und Weise kommuniziert werden. Wer unverständlich oder Unverständliches kommuniziert, riskiert, dass Mitarbeiter sich ihr eigenes Gedankenkonstrukt spinnen, Informationen missinterpretiert werden und Ängste in der Belegschaft entstehen. Und das führt oftmals zu einer gefährlichen Eigendynamik.


Klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten


Führungskräfte sollten führen - ob Sie das in Ihrem Team auf Augenhöhe oder hierarchisch orientiert tun, ist dabei ein ganz anderes Thema. Wichtig ist jedoch immer: Sorgen Sie für eine klare Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten. Entweder Sie ordnen Ihren Mitarbeitern Aufgaben zu oder Sie lassen Ihre Mitarbeiter dies selbst in die Hand nehmen.

Auch wenn Sie den zweiten Weg wählen: Eine gute Führungskraft überlässt ihre Mitarbeiter niemals sich selbst! (!!). Auch wenn im Team ein moderner Umgang herrscht und die Mitarbeiter sich selbst und gegenseitig Zuständigkeiten zuordnen, zeigen Sie sich als "liebevoller Kontrolleur". Lassen Sie sich vom Team nicht nur darüber unterrichten, wer was tut, sondern beteiligen Sie sich an diesem Austausch. Seien Sie Teil der Entscheidung und haben Sie als Führungskraft das letzte im besten Falle bestätigende Wort zum Vorschlag Ihres Teams.


Und abseits von der klassischen Kommunikation im Kontext Arbeit: Zeigen Sie sich als Mensch. Unterhalten Sie sich wahrlich interessiert auch einmal zu privaten Themen mit Ihren Mitarbeitern. Ein paar nette Worte beim Kaffee am Morgen sorgen nicht nur für mehr Wohlbefinden bei den Teammitglieder, sondern helfen Ihnen dabei, Ihre Mitarbeiter besser kennenzulernen. Und das wiederum ist Gold wert bei der Beurteilung, wie mit den Menschen in Ihrem Team am besten kommuniziert werden sollte.



Sollten Sie Fragen zu guter Führungskräftekommunikation haben - kein Problem: Wir bieten Coachings und Workshops zu verschiedenen Themen an - z. B. "Mit Empathie zur guten Führungskräft" oder auch "Durch Corporate Guidelines zu einheitlicher Führungskräftekommunikation" machen Sie zu einer noch besseren Führungskraft! Nach dem Motto "mit wem arbeite ich da eigentlich zusammen?" ermitteln wir aber auch Mitarbeitertypologien und verbessern so die interne Kommunikation in Ihrem Unternehmen. Melden Sie sich! Wir beißen nicht!






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