Integrierte Kommunikation ist gerade jetzt wichtig!

Insbesondere in Krisenzeiten ist ein einheitlicher Firmenauftritt nach innen und außen essenziell. Und genau das ist mit dem Begriff integrierte Kommunikation gemeint: Kommunikation intern und extern einheitlich gestalten. Das ist eine Herausforderung für Unternehmer und ihre Kommunikationsmanager!


Strategische Unternehmenskommunikation

Um als Unternehmen nach der Corona Flaute wieder auf sich aufmerksam zu machen, muss eine gute Strategie her. Eine Strategie, die besser ist, als die der anderen vielen, vielen Unternehmen. Denn auch die anderen kommunizieren, was das Zeug nur hält, um im Sog der Krise nicht unterzugehen.

Das Wort Strategie beinhaltet bereits den Sinnbegriff der Planung. Integrierte Kommunikation ist quasi synonym mit dem Begriff des Corporate Communication Management. Es geht um das Managen der Unternehmenskommunikation.

Die Strategie dahinter darf niemals nur den Fahrplan für die externe Unternehmenskommunikation beinhalten. Sie muss immer auch die interne Kommunikation abdecken. Vergessen Sie niemals: Zufriedene Mitarbeiter sind die beste, günstigste und vor allem glaubwürdigste Werbung, die Ihr Unternehmen kriegen kann.

Integrierte Kommunikation bedeutet, dass Maßnahmen einheitlich sind und ineinandergreifen. Quelle: Pexels

Voraussetzung für integrierte Kommunikation

Fangen Sie mit der Analyse des Status Quo an! Wo steht das Unternehmen wirtschaftlich? Wo steht es kommunikativ? Welche Herausforderungen zeigen sich?

Formulieren Sie auf dieser Basis eine Leitidee für die strategische Kommunikation des Unternehmens. Was soll sich intern tun, was extern?

Ganz wichtig: Positionieren Sie sich! Wer sind wir/wollen wir sein? Wer sind wir nicht/wollen wir nicht sein? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, sind Sie einer gelungenen Positionierung bereits ein ganzes Stück näher. Erst wenn die Positionierung klar ist, lässt sich auch eine zielführende Kommunikationsstrategie entwickeln.

Integrierte Kommunikation – darauf kommt es an

Planen Sie alle kommunikativen Schritte möglichst genau. Bedenken Sie dabei auch überraschende Szenarien. Ein gutes Issue Management beinhaltet auch die Planung strategischer Kommunikationsmaßnahmen für den Ernstfall.

Wenn Sie etwas kommunizieren, sollte das zeitlich, formal, sprachlich und inhaltlich nach innen sowie nach außen einheitlich geschehen. Lancieren Sie beispielsweise ein neues Produkt, so sollten die Farbcodes von Produkt und Kommunikationsinstrumenten übereinstimmen. Darüber hinaus sollte die Werbesprache zur Aufmachung passen: Ein neues Shampoo mit schriller Verpackung schreit auch nach schriller Vermarktung.

Die Interne Kommunikation der integrierten Kommunikation

Die Vorzüge des Produktes sollten kurz vor dem Markteintritt auch an die Mitarbeiter herangetragen werden. Generell gilt: Natürlich dürfen und sollen Mitarbeiter wichtige Informationen jeder Art zuerst erfahren, bevor diese an die Öffentlichkeit gehen. Allerdings nicht zu früh, denn bei aller Vertrauenswürdigkeit – die Gefahr, dass etwas nach außen getragen wird, ist einfach zu groß.

Klar, Chefs sprechen mit ihren Mitarbeitern anders als mit der Öffentlichkeit. Die Sprache des Unternehmens selbst, die Corporate Language, darf sich jedoch nach innen und außen nicht zu sehr unterscheiden. Ein gewachsenes, eher konservatives Unternehmen sollte extern nicht plötzlich auf „hipp“ machen, um Kunden zu gewinnen. Eine intern eher junge, hippe Agentur sollte sich nicht auf einmal super seriös und ambitioniert konservativ zeigen. Die Dysbalance zwischen interner und externer Positionierung wird hier ziemlich schnell erkennbar. Das kann zu Irritation führen. Um sich von anderen abzuheben, kann Irritation manchmal aber auch sinnvoll sein. Wer doch mal kommunikativ aus seiner Komfortzone ausbrechen möchte, sollte aber auch das strategisch, geplant und mit klarem Ziel tun.

Auch der optische Auftritt sollte aus einem Guss kommen: Formale integrierte Kommunikation bedeutet, dass Corporate Design Elemente intern sowie extern genutzt werden. So entsteht bei allen Zielgruppen im Innen- wie Außenverhältnis ein einheitliches Bild. Bei der inhaltlichen Integration geht es um widerkehrende Elemente wie Slogans, Claims oder auch Schlüsselbilder. Sie steigern den Wiedererkennungswert bei den Kunden und die Identifikation der Mitarbeiter.

Die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Zeitliche Integration

- Kommunikationsaktivitäten zeitlich aufeinander abstimmen.

- Kommunikation langfristig planen.

- Aktualisierung und Weiterentwicklung sind immer möglich und nötig.


Inhaltliche Integration

- Botschaften an die Zielgruppen klar definieren.

- Botschaften für Kommunikationsinstrumente und -kanäle aufbereiten.

- Unterschiedlichen Botschaften an verschiedene Zielgruppen sollten sich niemals widersprechen.

Formale Integration

- Die Kommunikationsaktivitäten sollten auch optisch aus einem Guss stammen.

- Ein Corporate Design Guide hilft.

Sprachliche Integration

- Sämtliche Kommunikationsaktivitäten sprachlichen einheitlich gestalten.

- Dafür eignet sich das Festhalten eines Corporate Language Guides.

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