• Marcia Gerwers

Musik im Homeoffice - ein Interview mit Grafikerin Laura Vikanis

"Noicecancelling Kopfhörer sind ein wahrer Segen" - auch im Homeoffice!

Laura Vikanis, 30 Jahre, Kölner Grafikerin und ein echter Musikfreak. Bei ihr geht nichts ohne den richtigen Beat. Wir haben nachgefragt, welche Tipps sie für die Zeit im Homeoffice hat.

f&w: Hi Laura!


Laura: Hi!


f&w: Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zum Thema Musik zu beantworten.


Laura: Na klar! Ist ja mein Herzensthema!


f&w: Wir alle sitzen zurzeit im Homeoffice fest – da hilft es ja, wenn auch während der Arbeit gute Musik läuft, oder?


Laura: Auf jeden Fall! Mir hilft Musik generell sehr bei der Arbeit! Eigentlich arbeite ich in einer kleinen Kölner Agentur, die Fahrt mit der Straßenbahn dorthin dauert etwa eine halbe Stunde. Auch mein Arbeitgeber wollte nicht riskieren, dass wir uns im Büro oder auf dem Weg dorthin, anstecken. Große Probleme macht mir das Arbeiten im Homeoffice aber nicht. Wir sind durch Videotelefonie und Chat-Apps gut mit den Kollegen vernetzt. Nur „leise“ ist es dauerhaft allein... da hilft gute Musik!

f&w: Was hast du gerade gehört, bevor das Interview angefangen hat?


Laura: Eine meiner eigenen Playlists. Ich sammle jeden Monat alle Songs, die ich gut finde in einer Playlist und höre diese dann in Schleife. Meine aktuelle Sammlung ist diese hier:

2020 - April

f&w: Hörst du meistens deine eigenen Playlists?

Laura: Es kommt darauf an, was ich gerade machen muss und worauf ich Lust habe. Mal habe ich Lust auf altbekannte Sachen, die ich mir selber zusammengesammelt habe, mal auf was Neues, wovon einiges in einer meiner neuen Listen landet.

f&w: Hängt deine Musikauswahl auch von deinen Tätigkeiten ab?

Laura: Ja, total. Wenn ich eher „Fleißarbeiten“ wie Retusche mache, höre ich gerne treibende elektronische Musik. Bei anderen Aufgaben eher was ruhigeres, wie Lo-Fi Beats oder klassische Musik. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das total typabhängig ist. Ich höre im Homeoffice dasselbe, was ich auch im Büro hören würde: Immer lieber Musik ohne Vocals. Mich lenkt Gesang oft sehr ab.

Lauras Homoffice-Platz: David Bowie "wacht" über ihre Arbeit.

f&w: Welche Playlists (auf Spotify und Co.) kannst Du Leuten empfehlen, die von zuhause arbeiten und keine Lust haben, selbst eine Playlist zu erstellen?


Laura: Für Leute die treibende elektronische Musik mögen kann ich immer die „Beats to think to“ Playlist von Spotify empfehlen. Für die, die lieber ruhigere Musik hören: einfach nach Lo-FI Hip Hop suchen. Darunter sind sehr viele Playlists zu finden - mit tollen ruhigen Beats. Ich denke aber, dass jeder für sich selber die Musik finden muss, zu der sie oder er gut arbeiten kann. Vor allem da Musik sehr stimmungsabhängig ist. Musik, die ich grade gerne zum Arbeiten höre, findet Ihr hier: Homeoffice

Vorsicht – mein Homeoffice ist im Moment sehr elektronisch!

f&w: Ja, das stimmt – Musik ist sehr geschmacks- und stimmungsabhängig. Aber so ein paar Sachen gehen doch eigentlich fast immer....

Laura: Oh ja! Bei den Alltime-Klassikern stehe ich vor allem auf Alben statt auf Playlists. Beim Arbeiten liebe ich beispielsweise die LP Kiasmos von Kiasmos. Treibende, ziemlich cineastische elektronische Musik. Kiasmos ist das elektronische Projekt von Janus Rasmussen und Olafur Arnalds. Arnalds ist bekannt für den Soundtrack der britischen Serie „Broadchurch“.

f&w: Bleiben wir indirekt bei „Evergreens“ – hörst du auch mal Radio?

Laura: Selten. Eigentlich nur vor der Arbeit beim Frühstück. Allerdings eher, um zu wissen was in der Welt so passiert ist. Dann am liebsten ganz einfach WDR 2. Da kommt es mir aber auch nicht auf die Musik an, sondern eher darauf, dass alle halbe Stunde Nachrichten gesendet werden.

f&w: Es gibt ja auch da digitale Angebote...

Laura: Das stimmt. Manchmal höre ich während der Arbeit den britischen Internet-Radiosender „NTS“. Da legen immer die verschiedensten DJs auf und es kommen unterschiedliche Musikstile. Zusätzlich zu ihrem Live-Angebot kann man die unterschiedlichen Sendungen hinterher immer nach Genres usw. sortiert in der Mediathek finden.


Tagsüber Kopfhörer - abends darf es der Plattenspieler sein

f&w: Mal ganz praktisch: Welches Equipment nutzt du zum Musik hören?


Laura: Noisecancelling Kopfhörer sind ein wahrer Segen. Nicht nur im „normalen“ Büro, sondern auch im Homeoffice. Schreiende Kinder, streitende oder möbelrückende Nachbarn - Kopfhörer auf und das Problem ist gelöst ;)

Im Feierabend darf es dann auch gerne der gute alte Plattenspieler sein.

f&w: Laut oder leise?

Laura: Irgendwas dazwischen.

f&w: Gibt es eigentlich auch Situationen in denen du keine Musik hörst?


Laura: Bei Jobs auf die ich mich sehr konzentrieren muss! Tiefe Konzentration funktioniert bei mir leider nicht so gut mit Musik. Dann empfinde ich aber auch schon leise Umgebungsgeräusche als störend.

f&w: Dein Tipp fürs Musikhören im Homeoffice?


Laura: Gerade bei Musik gilt: Ausprobieren! Musikart, Lautstärke, Equipment sind eine absolute Geschmacksache – jeder muss für sich herausfinden, wie er in den richtigen „Flow“ kommt.

f&w: Danke Laura!

Laura: Sehr gern!

Das Interview führte Marcia Gerwers.

184 Ansichten
EINFACH MELDEN.
 
Wir beißen nicht!

forsch&wild Marcia Gerwers und Pia Zietz GbR

An der Alten Ziegelei 3 | 40789 Monheim am Rhein

© 2020 by forsch&wild.

  • Schwarz LinkedIn Icon
  • Schwarz Instagram Icon
  • Schwarz Facebook Icon
  • Schwarz Twitter Icon