• Marcia Gerwers

Jobwechsel: Time to say goodbye - wann es Zeit ist, zu gehen

Aktualisiert: Aug 26

Zunehmend mehr Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Job und doch finden viele einfach nicht den Absprung! Der letzte Schritt, ein Jobwechsel, wird oftmals über die Grenzen psychischer Belastbarkeit hinausgezögert – und das mit teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Zu viel spricht für einige dagegen; alles für den Lebenslauf. Dabei werden Erwerbsbiografien ohnehin immer diverser und die Angst vor dem Jobwechsel ist zumeist unbegründet.

Viel wichtiger ist es, die Entscheidung für oder gegen eine Kündigung fundiert zu abzuwägen und dann bewusst zu treffen. Mitarbeiter sollten die eigene Arbeit beobachten und dann einen Schluss(-strich) ziehen – Lebenslauf hin oder her.

In diesem Prozess gibt es klare Pro-Argumente für eine Neuorientierung. Wir geben Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung.

1. Karrierechancen verpuffen


„Wo möchten Sie in fünf Jahren beruflich stehen?“ – Diese Frage wird häufig in Bewerbungsgesprächen gestellt. Der potentielle Mitarbeiter ist in der Regel darauf vorbereitet. „Ich möchte eine Team leiten!“ oder „Ich möchte eine Senior-Stelle“ könnten die Antworten sein.

Leider gibt es jedoch Arbeitgeber, die ihre „Schäfchen“ klein halten wollen. Jahr um Jahr scheint sich in solchen Betrieben nichts zu tun in Sachen Karriere. Um nicht in diese Falle zu tappen, sollten Mitarbeiter nicht vergessen, die eigenen Karrierewünsche stets im Blick zu haben.

Wenn langfristig eigene Karriereziele nicht erreicht werden können und es dafür auch keine sinnvolle Begründung gibt, sollte dies ein klares Indiz für den Wechsel sein. Verkauft euch nicht unter Wert!


2. Wo ist der Sinn?

Klar, nicht jeder von uns rettet mit seiner Arbeit Menschenleben. Dennoch sollte man hinter dem stehen, was man macht – man sollte einen Sinn erkennen. Ist euch die Arbeit also – verzeiht die Ausdrucksweise – scheißegal, dann läuft etwas nicht richtig. Und wer sich für seinen Arbeitgeber sogar regelrecht schämt, ist hier wohl ganz und gar nicht gut aufgehoben.

Das Problem: Wer keinen Sinn in der eigenen Arbeit sieht, der ist auch nicht motiviert. Und diese fehlende Motivation kostet nicht nur Arbeitgeber Geld. Vor allem kostet es die Kraft der Arbeitnehmer. Ohne das Erkennen eines Sinns in der eigenen Arbeit sind negative psychische Folgen daher oft nicht weit. Spätestens jetzt muss ein Jobwechsel her!


3. Wenn die Gesundheit leidet


oOhne Diskussion: Wenn die eigene Gesundheit durch die Arbeit leidet, ist die Notbremse zu ziehen – und zwar auch schon bei ersten Anzeichen. Jedes Jahr nimmt die Zahl an Burnout und ähnlichen psychischen Erkrankungen dramatisch zu. Dieser riskante Nebeneffekt moderner arbeitsteiliger Gesellschaften führt, nach Ansicht von Experten, zu langfristigen negativen Folgen für unsere Wirtschaft und auch für unsere Gesellschaft.

Doch die gute Nachricht: Ihr habt es selbst in der Hand! Bereitet euch die Arbeit Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder leidet ihr unter ähnlichen psychosomatischen Symptomen, solltet ihr das nicht hinnehmen! Nur so kann Unternehmen klar gemacht werden „Nicht mit uns!“.


4. Der Teamspirit fehlt

Bei der Arbeit geht es nicht darum, die besten Freunde zu finden, aber man sollte sich im Unternehmen und insbesondere im eigenen Team wohl fühlen. Doch genau diese Wichtigkeit unterschätzen viele.

Jede Woche verbringen wir rund 40 Stunden und mehr mit den immer gleichen Menschen. Sie erleben uns an guten und auch an schlechten Tagen. Sie sehen uns teils mehr als unsere Partner. Und doch: Manchmal harmoniert man einfach nicht – und das ist per se auch nicht schlimm. Wer sich jedoch dauerhaft unwohl in der Kollegen-Gemeinschaft fühlt, sollte einen Jobwechsel in Betracht ziehen.

5. Unterforderung frustriert

Ein paar Tage mal weniger zu tun haben, endlich Zeit für Ablage und Co. Das ist hin und wieder mal angenehm. Dauerhafte Unterforderung hingegen ist ein richtiger Motivationskiller. Chronische Langeweile auf der Arbeit kann sich bis hin zum Boreout steigern. Dieser hat dann ähnliche Symptome wie ein Burnout, wird jedoch durch das Gegenteil ausgelöst.

Unterforderung kann dabei sowohl qualitativ als auch quantitativ entstehen. Ihr erkennt Unterforderung also nicht nur daran, dauerhaft zu wenig zu tun zu haben, auch extrem monotone Arbeit kann diese erzeugen.


Aber wie passiert das? Es kann zwei Gründe geben. Es kann sein, dass euer Vorgesetzter euch bewusst zu wenig oder monotone Arbeit gibt, um euch zu einer Kündigung zu bewegen. In diesem Fall gilt: Nichts wie weg! Solche Spielchen solltet ihr euch nicht gefallen lassen.

Manchmal weichen jedoch auch einfach Erwartungshaltungen voneinander ab. Vielleicht weiß euer Chef überhaupt nicht was ihr leisten könnt oder er hat eure Position von Beginn an falsch eingeschätzt. Hier gilt es zunächst ein Gespräch zu führen. Ändert sich nichts, ist ein neuer Arbeitsplatz die bessere Wahl.

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